
Phantastische Welten – Jan Walter Habarta
Kurzfilmprogramm
Regie: Jan Walter Habarta, BRD 1972 bis D 1997, ca. 90 min
Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung zeigt das DIAF eine Auswahl von Produktionen des Landshuter Trickfilmers Jan Walter Habarta (1927–1998). Für erwachsene Zuschauer schuf der gebürtige Schlesier surreale Kurzfilme, für Kinder zahlreiche Episoden der ZDF-Serie Rappelkiste.
- Moderation: Max Tewes, Ausstellungskurator, Landshut
- Eintritt 7 €
- Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Jüdisches Leben im deutschen Film nach 1945 – ein kritischer Überblick
Kleine Filmakademie im Museumskino Ernemann VII B
Die Filmakademie untersucht Darstellungen jüdischen Lebens im deutschen Film nach 1945. Im Rahmen des Einführungsvortrages werden die politischen und ideologischen Kontexte der Entstehungszeit der ausgewählten Filme und die jeweiligen Geschichts-narrative erläutert, und zwar für die unmittelbare Nachkriegszeit (1945-49), für die DDR, die BRD und für die Zeit nach der Wiedervereinigung.
Dabei geht es weniger um eine einheitliche »jüdische Identität« als um historisch wechselnde Zuschreibungen und Sichtbarkeiten, die jeweils im Spannungsfeld von Erinnerungspolitik, Schuldabwehr, Staatsideologie und gesellschaftlicher Selbstvergewisserung entstanden sind. Die ausgewählten und vorgestellten Filme zeigen jüdische Figuren nicht nur als Individuen, sondern auch als Projektionsflächen der jeweiligen gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Verfolgung und Nachgeschichte.
- Vortrag mit zahlreichen Filmbeispielen von Dr. Karsten Fritz und Markus Jüngling
- Eintritt 3 €
- Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Ehe im Schatten
Museumskino Ernemann VII B
Regie: Kurt Maetzig, Dt. 1946, 104´, Darsteller: Paul Klinger, Ilse Steppat u.a.
Der berühmte Schauspieler Hans Wieland heiratet die Jüdin Elisabeth Maurer. Nach der Machtübernahme der Nazis wird ihre Ehe zunehmend zum Ziel von Ausgrenzung und Hetze. Maetzigs erster Spielfilm, ein Meilenstein des deutschen Nachkriegskinos, erzählt ergreifend von der unmöglichen Liebe im Nationalsozialismus, beruflicher Opportunität und dem moralischen Versagen einer Gesellschaft, die sich abwendet. Ein Appell für Menschlichkeit.
- Eintritt 7 €
- Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Der Ruf
Museumskino Ernemann VII B
Regie: Josef von Baky, BRD, 1949, 104´, Darsteller: Fritz Kortner, Rosemarie Murphy u.a.
Der emigrierte jüdische Philosoph Professor Mauthner erhält einen Ruf an eine deutsche Universität und kehrt voller Ideale zurück. Doch er stößt auf Ablehnung, Misstrauen und verdeckten Antisemitismus. Der Film, mit Fritz Kortner in der Hauptrolle, ist ein Schlüsselwerk der Nachkriegszeit. Er seziert die gespaltene Haltung der Deutschen und die immense Kluft zwischen denen, die blieben, und denen, die gehen mussten.
- Eintritt 7 €
- Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Sterne
Clubkino im Lingnerschloss
Regie: Konrad Wolf, DDR, 1959, 92´, Darsteller: Sascha Kruscharska, Jürgen Frohriep, Erich S. Klein u.a.
Bulgarien 1943: Der deutsche Wehrmachtssoldat Walter verliebt sich in die Jüdin Ruth, die mit anderen Leidensgenossen auf ihren Abtransport in ein Lager wartet. Wolfs poetischer und zutiefst humanistischer Film, eine deutsch-bulgarische Koproduktion, erzählt von der Unmöglichkeit der Liebe und individueller Menschlichkeit angesichts der bürokratischen Grausamkeit des Holocaust. Ein frühes Plädoyer für Mitgefühl und Zivilcourage.
- Clubkino im Lingnerschloss
Bautzner Str. 132
01099 Dresden - Eintritt 7 €
- Reservierung an clubkino@lingnerschloss.eu

David
Museumskino Ernemann VII B
Regie: Peter Lilienthal, BRD, 1979, 127´, Darsteller: Mario Fischel, Valter Taub, Eva Mattes u.a.
Berlin 1943: Der jüdische Junge David Singer überlebt die Verfolgung, versteckt von nichtjüdischen Deutschen. Lilienthals Film, der den Goldenen Bären gewann, erzählt einfühlsam und konsequent aus der Perspektive des Kindes. Er zeigt nicht die großen Schrecken, sondern den Alltag des Terrors, die ständige Angst, das Misstrauen und das zermürbende Warten auf Rettung. Ein stilles und intensives Porträt des Überlebens.
- Eintritt 7 €
- Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Levins Mühle
Clubkino im Lingnerschloss
Regie: Horst Seemann, DDR, 1980, 118´, Darsteller: Christian Grashof, Erwin Geschonneck, Kurt Böwe u.a.
Ostpreußen, 1874: Der jüdische Mühlenbesitzer Levin wehrt sich gegen seinen betrügerischen deutschen Konkurrenten, der mit allen Mitteln versucht, ihn zu vertreiben. Basierend auf der Novelle von Johannes Bobrowski entwirft Horst Seemanns DEFA-Film ein vielschichtiges Sittengemälde. Er erzählt nicht nur eine packende Geschichte von Habgier und Justiz, sondern seziert den alltäglichen Antisemitismus der Dorfgemeinschaft und stellt die Frage nach moralischem Mut und Gerechtigkeit.
- Clubkino im Lingnerschloss
Bautzner Str. 132
01099 Dresden - Eintritt 7 €
- Reservierung an clubkino@lingnerschloss.eu

Herr Zwilling und Frau Zuckermann
Museumskino Ernemann VII B
Dokumentarfilm, Regie: Volker Koepp, DE, 1999, 132´, Darsteller: Rosa Roth-Zuckermann, Mathias Zwilling u.a.
Täglich besucht Herr Zwilling die 90-jährige Frau Zuckermann. Man spricht über das gemeinsam Erlebte, über Politik und Literatur. Beide kommen aus Czernowitz, einst Zentrum jüdischer Kultur im Westen der Ukraine – bis 1941. Damit verknüpft werden Episoden jüdischer Erfahrungen im Czernowitz der späten 1990er-Jahre, nach dem Ende der Sowjetunion.
- Eintritt 7 €
- Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Alles auf Zucker!
Clubkino im Lingnerschloss
2004, Dani Levy, DE, 2004, 95´, Darsteller: Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Rolf Hoppe u.a.
Der säkulare Sportreporter Jaeckie Zucker, alias „Zucki“, braucht dringend das Erbe seiner verstorbenen Mutter. Doch das Testament sieht vor, dass er sich erst mit seinem orthodoxen Bruder versöhnen muss. Leys turbulente Komödie konfrontiert zwei völlig unterschiedliche jüdische Lebenswelten im modernen Deutschland und feiert dabei voller Witz und Herzlichkeit die Versöhnung von Tradition und Gegenwart, ohne die Wunden der Vergangenheit zu ignorieren.
- Clubkino im Lingnerschloss
Bautzner Str. 132
01099 Dresden - Eintritt 7 €
- Reservierung an clubkino@lingnerschloss.eu